Arbeitsschwerpunkte
Wie sieht eigentlich die Arbeit eines Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden aus und worin unterscheidet sie sich von den Aufgaben eines „normalen" Abgeordneten? MdBs müssen in den etwa 22 bis 24 Sitzungswochen pro Jahr in Berlin sein. Der „Geschäftsführende Fraktionsvorstand", bestehend aus dem Fraktionsvorsitzenden, seinen neun Stellvertretern und den fünf Geschäftsführen, trifft sich an jedem Montag im Bundestag, um die aktuelle politische Entwicklung zu beraten, um Aufträge zu verteilen, Projekte der Fraktion anzuschieben und die laufende parlamentarische Arbeit vorzubereiten.
Für mich als Verantwortlichen für den internationalen Bereich kommen noch einige zusätzliche Aufgaben hinzu: Zahlreiche Besucher aus aller Welt wollen auch Kontakt mit den deutschen Oppositionsparteien und bemühen sich dann um Gesprächstermine mit mir, viele Einladungen zu Fachveranstaltungen und Konferenzen im Inland und Ausland, wo es um Außen- und Sicherheitspolitik geht, landen auf meinem Tisch, und natürlich muss ich auch Kontakte zu unseren Partnern in der Welt halten und von Zeit zu Zeit auf Dienstreisen gehen. Wie bereits in meinen vier Jahren als Staatsminister im Auswärtigen Amt kann ich eigene Schwerpunkte setzen, so mit meinem besonderen Engagement für die Entwicklungen in Osteuropa, Russland und den GUS-Staaten, in Zentralasien und auf dem Balkan. Auch den neuen globalen Herausforderungen wie Folgen des Klimawandels, Energiesicherheit, Nahrungsmittelversorgung und internationales Wassermanagement werde ich mich besonders widmen.
Mein großes Glück dabei ist, dass ich mich dabei zuhause im Wahlkreis und im Deutschen Bundestag auf meine Teams voll verlassen kann, mit denen ich schon seit vielen Jahren erfolgreich und vertrauensvoll zusammenarbeite.
Gernot Erler im Bundestag (links); und bei der Geberkonferenz in Rangun am 25. Mai 2008
Bild links: Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Mende
Bild rechts: Photothek/Ute Grabowsky


